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Die Geschichte der Schwulenberatung Berlin: 1981 bis heute
1981 Am 9. März eröffnete in der Hollmannstraße in Berlin-Kreuzberg das „Kommunikations- und Beratungszentrum homosexueller Frauen und Männer“, kurz KBZ. In den ersten Jahren war das KBZ die wichtigste Adresse für Informationen über das Homo-Leben im Westteil der damals noch geteilten Stadt. Hier gab es Freizeittipps, aber auch Beratungsangebote. Am Anfang gehört auch die Aufklärung über gleichgeschlechtliche Lebensweisen dazu.
1987 Die Räume an der Hollmannstraße müssen der Erweiterung des Berlin-Museums weichen. Das KBZ zieht in die Räume des Schwulenzentrums SchwuZ in die nahegelegene Kulmer Straße. Der Umbau wird durch viel Eigenarbeit und durch 200.000 Mark von der Berliner Klassenlotterie ermöglicht. Ergebnis: eine deutlich bessere räumliche Situation.
1993 Die Senatorenkonferenz plant sämtliche Gelder für die Lesben- und Schwulenberatung zu streichen. Eine breit angelegte Kampagne unter dem Motto „Wehret den Anfängen“ lässt den CDU-SPD-Senat einlenken, die Finanzierung der Schwulen- und Lesbenberatung wird wieder in den Haushalt aufgenommen.
Obwohl die gewonnene Schlacht das Zusammengehörigkeitsgefühlt gestärkt hat, streben die einzelnen Projekte des Zentrums doch auseinander. Mit dem Anstieg der Zuwendungen für die Aidsarbeit ist die paritätische Aufteilung der Gelder zwischen Schwulen und Lesben unmöglich geworden. Wegen ihrer unterschiedlichen Vorstellungen trennen sich Lesbenberatung und auch Schwulenberatung vom Trägerverein und gehen eigene Wege. Der Trägerverein bleibt aber für die Bildungsarbeit zuständig.
1996 bezieht die Schwulenberatung die Räume in der Mommsenstraße 45 in Berlin-Charlottenburg. Die Mitarbeiter beschließen, andere Finanzierungsmöglichkeiten auszuloten. Die Folge: Im Laufe der folgenden Jahre können zahlreiche neue Beratungs- und Unterstützungsangebote eingerichtet werden.
1998 eröffnet die Schwulenberatung Berlin die bundesweit erste therapeutische Wohngemeinschaft speziell für schwule Männer mit psychischen Beeinträchtigungen.
1999 eröffnet die zweite therapeutische Wohngemeinschaft der Schwulenberatung Berlin.
1999 übernimmt die Schwulenberatung Berlin Pluspunkt. Die Aidsberatung im Prenzlauer Berg war 1989 die erste eigenständige Aidshilfeeinrichtung Ostberlins.
2000 erfolgt die Anerkennung der Schwulenberatung Berlin als ambulante Einrichtung für Suchttherapie durch die deutschen Rentenversicherungsträger und Krankenkassen.
2001 eröffnet die Schwulenberatung Berlin die erste therapeutische Wohngemeinschaft für suchtkranke schwule Männer.
2002 stellt die Schwulenberatung Berlin bereits 16 Plätze im betreuten Einzelwohnen zur Verfügung. Hier werden Menschen mit HIV bei einem eigenständigen Leben zu Hause unterstützt.
2002 organisiert die Schwulenberatung Berlin erstmals Qualifizierungsmaßnahmen für Menschen mit HIV und Aids. Finanziert wird diese Weiterbildung über Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds.
2002 gründet die Schwulenberatung Berlin manCheck. Das Projekt leistet Vor-Ort-Arbeit in der schwulen Szene Berlins und hilft bei der Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
2003 „Die Weltküche“ mit ihrem Trägerverein „Positive Aktion, MigrantInnen gegen Aids“ wird zum dritten Träger der Schwulenberatung Berlin.
2003 beginnt die Schwulenberatung Berlin mit der Unterstützung von älteren schwulen und bisexuellen Männern. Das Netzwerk Anders Altern wird geknüpft.
2004 vereinbart die Schwulenberatung Berlin mit der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, schwule Männer mit körperlichen und geistigen Behinderungen künftig auch in ihrem eigenen Zuhause zu betreuen. Dieses neue Angebot für betreutes Einzelwohnen umfasst 20 Plätze.
2006 feiert die Stadt Berlin das 25-jährige Bestehen der Schwulenberatung Berlin mit einem Empfang im Abgeordnetenhaus. Geehrt werden auch die Lesbenberatung und KomBi (Kommunikation und Bildung).
2007 schreitet die Professionalisierung voran: Die Schwulenberatung Berlin wandelt sich in eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH). Die neue Rechtsform mit den Gesellschaftern PSZ e.V. und kursiv e.V. soll eine klare Struktur schaffen, das operative Geschäft sichern und mehr Möglichkeiten der Weiterentwicklung schaffen. Am 12. November erfolgte der Eintrag ins Handelsregister.
2008 gilt es, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) mit Leben zu füllen. Das Land Berlin beauftragt die Schwulenberatung Berlin, die AGG-Beratung für das Land zu koordinieren und hierfür mit der Lesbenberatung, dem Sonntags-Club und dem Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) zusammenzuarbeiten.















































































