Einzelfallhilfe
Es besteht die Möglichkeit für das Leben in der eigenen Wohnung Unterstützung durch einen schwulen Einzelfallhelfer zu bekommen. Dieser hilft bei Ämtergängen, Klärung schriftlicher und finanzieller Belange, bei der Überwindung sozialer Isolation, Gestaltung persönlicher Kontakte, Entwicklung von Tagesstruktur und Freizeitaktivitäten.
Ein Anspruch auf Einzelfallhilfe besteht z.B. bei psychiatrischen oder psychischen Problemen (etwa Depressionen, Ängste, Psychosen oder lange Krisen), oder bei Problemen mit Alkohol oder anderen Drogen, oder wenn man aufgrund von HIV oder AIDS (ggf. neben Pflege) auf Unterstützung angewiesen ist.
Der Bedarf für die Unterstützung durch einen Einzelfallhelfer zeigt sich erfahrungsgemäß an folgenden Beispielen:
- Angst vor Diskriminierung
- Probleme bei der Alltags- und Freizeitgestaltung
- Einsamkeit
- Erleben von Krisensituationen
- Rückfälle (psychiatrisch, Sucht, Krankheit)
- Mangelndes Selbstbewusstsein
- Schulden, Existenzängste
- Gefühl von Sinnlosigkeit, Hilflosigkeit
- Berufliche Perspektivlosigkeit
- Ohnmacht gegenüber Behörden, Ärzten
- Coming-Out - Probleme
Die Schwulenberatung vermittelt erfahrene Einzelfallhelfer, die schwul sind und sich sowohl mit Problemen, die mit dem Schwulsein oder der HIV-Infektion zusammenhängen, auskennen.
Einzelfallhilfe wird von den bezirklichen Sozialpsychiatrischen Diensten (SpD ) oder anderen begutachtenden Stellen nach den Grundlagen des Bundessozialhilfegesetzes (SGB XII) eingeleitet.
Darüber hinaus kannst Du natürlich zusätzliche Angebote der Schwulenberatung in Anspruch nehmen (z.B. die "Wippe", sowie Gruppen zu den Themen Sucht oder Behinderung, HIV, Coming-Out).
Ansprechpartner: Frank Hartung















































































